Es gibt drei Arten von Anhängern

01.06.2012

Bangalore, India

Es gibt drei Arten von Anhängern.

1. Diejenigen, die Gott dauernd bitten: „Gott, gib mir dieses! Gott gib mir jenes!“

2. Diejenigen, die immer dankbar sind: „Danke, Gott, du hast mir dieses, du hast mir jenes gegeben!“ Es sind dies die emotionalen Anhänger, die oft beten und aufschreien vor Dankbarkeit.

3. Diejenigen, die immer fröhlich bleiben, lächeln, tanzen und singen – die fröhlichen Anhänger.

Alle drei Arten sind verschieden voneinander, und doch sind sie alle hochstehend. Keine Art ist einer anderen überlegen. Ein Anhänger, der aufschreit, ein Anhänger, der lacht, und ein Anhänger, der immerzu Fragen stellt: Du kannst selbst herausfinden, zu welcher Kategorie du gehörst. Es ist möglich, dass ein Anteil von allen in dir vorhanden ist. Das wäre dann die vierte Art Anhänger: Derjenige, der etwas von allen in sich trägt.

Ein Anhänger, der sich nur da und dort in Spaß verliert, ist nicht fähig, Tiefe zu erreichen, und Tiefe ist ebenfalls notwendig. Das Aufschreien der zweiten Art der Anhänger ist ein Aufschreien, das aus dem Lobpreisen, aus Dankbarkeit und Sehnsucht erfolgt. Es handelt sich nicht um ein Aufschreien, das aufgrund eines empfundenen Mangels geschieht: Dieses oder jenes fehlt, dieses oder jenes ist nicht geschehen. Es geht nicht um das Schreien nach weltlichen Dingen, sondern um das Aufschreien aus Glückseligkeit und Hingabe. Auch das ist notwendig. Es heißt aber auch, die fröhlichen Anhänger hätten mehr Zugang zum Wissen, weil sie wüssten, dass Gott genau jetzt hier sei, hier in ihrem Inneren und in genau diesem Augenblick gegenwärtig.

Die Menschen denken oft, Gott sei irgendwo anders, er habe irgendeinmal in der Vergangenheit gelebt, oder werde zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft erscheinen. Sie vergessen, dass Gott genau hier ist, genau jetzt, in jedem Menschen gegenwärtig, in mir selbst gegenwärtig. Diese Überzeugung sollte vorhanden sein. Die ganzen Übungen, die ihr praktiziert, haben nur den Zweck, das zu erreichen. Die Essenz all dieser Praktiken ist, zu wissen, dass Gott sich in unserem Inneren befindet, genau hier und genau jetzt.

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