Es ist nicht notwendig, zu sprechen…

23.04.2013

Tokyo, Japan

Wir sind eine globale Familie. Ich würde gerne Wellen der Freude in Japan bewirken. Ihr solltet alle zusammenkommen, um der Jugend dieses Landes Ruhm zu bringen.

Überall, wo ich hingehe, sage ich, wir sollten von den Japanern Teamarbeit lernen. Japan ist – was die Fläche betrifft – ein kleines Land, aber es nimmt in der Welt eine bedeutende Rolle ein. Das hat mit der Qualität der Arbeit und mit dem Engagement der Menschen und der Kultur zu tun.

Die Kultur dieses Landes hat Japan zum leuchtenden Stern unter den verschiedenen Nationen werden lassen.

In einer globalisierten Welt besteht die Gefahr, dass die Jugend ihre Kultur verliert, weil sie die Tendenz hat, sich an die westliche Kultur anzupassen. Ich bin der Meinung, wir sollten unsere ursprüngliche Kultur erhalten und gleichzeitig eine weite Perspektive haben.

Heute Morgen habe ich den Shinto Schrein besucht. Es war wunderbar, die Tradition und die Zeremonien zu erleben. Ich war äußerst beeindruckt. Das alles hat mich an die alte vedische Tradition erinnert, die sehr ähnlich ist. Wir müssen also unsere Wurzeln stärken und gleichzeitig das Gute von überall auf der Welt annehmen.

Japan hat das getan. Die Shinto Tradition wurde aufrechterhalten, während der aus Indien stammende Zen Buddhismus ebenfalls übernommen wurde.

Im Osten hat es niemals religiösen Fanatismus gegeben. Die Menschen sind offen und dennoch tief in der eigenen Kultur verwurzelt.

Ich denke, der Buddhismus kam im siebten Jahrhundert, also vor ungefähr 1300 Jahren, nach Japan. Meditation ist etwas, was alle Menschen auf der Welt gemeinsam haben.

Ich habe mich gefreut, etwas über die beiden Löwen im Shinto Schrein zu hören. Der eine sagt Aaa, und der andere sagt Mmmm, was dem Anfang und dem Ende entspricht.

So ist es auch beim Wort Om.

Om ist der älteste und ursprünglichste Laut und ist Teil aller östlichen Kulturen.

In leicht abgewandelter Form ist er auch in den westlichen Kulturen als Amen oder Aamin zu finden. Om ist also auch dort in irgendeiner Form vorhanden. Es ist ein universeller Klang.

Mein Traum ist es, die ganze Welt als eine Familie vereint und ein Lächeln auf jedem Gesicht zu sehen.

Es wurde mir erzählt, dass es viele Menschen gibt, die bei der Metro Station auf die Gleise springen. Es sind so viele, dass eine Barrikade errichtet werden musste, um die Menschen daran zu hindern, vor der Ankunft der Züge in die Nähe der Schienen zu gehen. Das ist zwar eine gute Idee, aber es ist nicht gut genug, da Menschen immer noch springen können, wenn sie das wollen.

Um Menschen daran zu hindern, sich umzubringen, reichen Barrikaden nicht aus. Wir müssen dafür sorgen, dass sie nach innen gehen und meditieren. Wir haben sehr einfache Meditationstechniken entwickelt, die den Menschen helfen können, ihr Lächeln wieder zu finden. Ich möchte ein Lächeln auf jedem Gesicht sehen!

Wollen wir uns also alle dazu verpflichten, Wellen der Freude zu schaffen?

(Das Publikum applaudiert und stimmt zu.)

Wenn wir gemeinsam alle daran arbeiten, können wir ein Lächeln in jedermanns Gesicht zaubern. Geld alleine kann das nicht bewirken. Wir müssen informell sein und uns miteinander verbinden. Das ist notwendig.

Ich wünsche mir, dass jedermann am Sonntag für eine Stunde seine Wohnung verlässt, mit anderen zusammensitzt, mit anderen spricht, singt und eine kleine Mahlzeit zum Frühstück mit anderen zusammen einnimmt. Das kann schon etwas verändern.

Singt gemeinsam ein paar Lieder, die euch gefallen. Setzt euch zusammen und meditiert für zehn bis fünfzehn Minuten, macht ein paar Yoga- oder andere Übungen zusammen und teilt eine Mahlzeit. All diese Dinge können in fünfundvierzig Minuten bis zu einer Stunde durchgeführt werden.

Wenn das in jedem Haus geschieht, wird es eine Welle der Freude bewirken. Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wird sich entwickeln. Ihr könnt euch auch ein paar gute Witze erzählen! Was meint ihr dazu?

Wir alle haben einen immensen Raum in unserem Inneren. Intuition und Kreativität kommen aus diesem Raum.

Heute ist der Geburtstag eines großen Heiligen aus Indien, der Mahavir heißt. Er war ein Zeitgenosse Buddhas, dessen Geburtstag auch bald stattfinden wird.

Mahavir repräsentierte Gewaltlosigkeit. Er sprach auch von Anekantvada, was bedeutet, dass es unzählige Möglichkeiten gibt. Die Welt ist voller Möglichkeiten.

Solche Erkenntnisse sind heutzutage wirklich notwendig. Wenn die Menschen das verstehen, wird es keinen Terrorismus mehr auf der Welt geben. Es wird kein religiöser Fanatismus mehr existieren.

Ich glaube, Buddha und Mahavir stammten aus derselben Stadt. Sie wussten voneinander, trafen sich jedoch nie. Als sie gefragt wurden, warum das so sei, meinten sie, sie seien bereits verbunden, und deshalb bestehe keine Notwendigkeit, sich zu treffen.

Im Zustand der Erleuchtung ist die Seele dieselbe, auch wenn die Wege verschieden sind. Es ist keine Distanz vorhanden.

Es gibt auch noch eine andere Version der Geschichte, wonach sie sich zwar getroffen, aber nicht miteinander gesprochen hätten. Sie trafen sich einfach und gingen dann ihren Weg weiter.

Auch hier wird uns vermittelt, dass keine Notwendigkeit für verbale Kommunikation besteht. Wenn das Herz ein anderes Herz trifft oder eine Seele eine andere Seele, ist es nicht notwendig, weiterzusprechen.

Wenn Herzen sich treffen, bestehen keine Barrieren. Weder Sprachbarrieren noch Worte noch sonst irgendwelche Dinge können dazwischenkommen. Wenn zwei Menschen jedoch im Kopf sind, kann es sein, dass sie über dasselbe sprechen, es aber dennoch wie ein Kampf erscheint.

Ich wünsche den hier anwesenden Studenten eine glänzende Karriere und eine glänzende Zukunft. Ihr solltet alle gute Politiker, gute Geschäftsleute, gute Berufsleute, gute Ärzte und gute Ingenieure werden.

Die Basis dafür besteht darin, die eigene Sichtweise zu erweitern und den Zufriedenheitsfaktor im eigenen Inneren aufrechtzuerhalten. Ich möchte, dass euer Lächeln so strahlend ist und ihr so viel Selbstvertrauen ausstrahlt, dass euch das niemand mehr nehmen kann.

Es sind viele angesehene Menschen hier, die euch anleiten können.

Ich möchte euch noch etwas sagen, dass ihr euch zu Herzen nehmen sollt. Lasst eure Persönlichkeit so werden, dass nichts – was auch immer es sei – sie aus dem Gleichgewicht bringen kann, dass nichts sie stören kann und dass nichts dein Lächeln wegnehmen kann. Mit einer solchen Persönlichkeit wirst du überall auf der Welt willkommen sein. Und das ist ein Zeichen des Erfolgs.

Art of Living ist dafür da, dich zu unterstützen und dich dabei anzuleiten, eine solche Persönlichkeit aufzubauen. Wir bieten eine ganze Anzahl an guten Workshops an – für die Jugend und auch für ältere Menschen.

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