Folge Deinem Atem und hebe ab

„Der Atem ist die Verbindung zwischen Körper und Geist. Stellt man sich den Geist als einen
Drachen vor, dann ist der Atem der Faden, an dem er hängt. Je länger der Faden, desto höher
kann der Drache fliegen.“ - Sri Sri Ravi Shankar

Stress aus-, Freude einatmen

Wussten Sie, dass wir 90 % der Giftstoffe aus unserem Körper nur durch richtiges Atmen
ausscheiden können? Richtig zu atmen, lernen wir, indem wir zum Beispiel Neugeborene
beobachten. Haben Sie schon einmal gesehen, wie sich deren Bauch beim Ein- und
Ausatmen sanft hebt und senkt? Intuitiv praktizieren sie die Bauchatmung und damit die
Art der Atmung, die den Körper rundum mit Lebensenergie versorgt. Der Schlüssel zu
einem gesunden und glücklichen Leben liegt in der richtigen Atmung. Achten wir auf
unseren Atem, kann uns dieser von allen Sorgen und Ängsten befreien.

Vorzüge von Pranayamas (Atemtechniken)

  • Sie verbessern Qualität und Quantität unserer Lebensenergie.
  • Sie lösen Blockaden in unseren Energiekanälen.
  • Sie bringen Körper, Geist und Seele in harmonischen Einklang miteinander.
  • Sie stärken unser Immunsystem.
  • Sie verjüngen Körper und Geist.
  • Sie drosseln den Alterungsprozess.

Während einer Konferenz in Deutschland erklärte Sri Sri Ravi Shankar die Verbindung
zwischen dem Atem und unseren Gefühlen folgendermaßen:  Unser Atem ist mit unseren
Emotionen verbunden. Jedem Gefühl entspricht ein bestimmter Atemrhythmus. Wenn Sie also Ihre Gefühle nicht direkt in den Griff bekommen, gelingt es Ihnen mithilfe des Atems. In einem Theater zum Beispiel gibt der Regisseur seinen Schauspielern die Anweisung, schneller zu atmen, wenn sie Wut ausdrücken sollen. Soll eine Szene gelassen wirken, sagt ihnen der Regisseur, sie sollen langsam und ruhig atmen. Verstehen wir unseren Atemrhythmus, sind wir dazu in der Lage, unseren Geist zu kontrollieren. Auf diese Weise können wir jedes negative Gefühl, wie Wut, Eifersucht und Gier, besiegen, und sind dazu in der Lage, aus unserem Herzen heraus zu lächeln.“

Atmen Sie tief oder flach?

Die meisten von uns praktizieren Brustatmung. Diese Art der flachen Atmung sendet ein
Signal an unser Gehirn, dass nicht alles in Ordnung ist. Wir sind gestresst. Im Gegensatz
dazu stärkt die Bauchatmung unser System und versorgt das Gehirn mit ausreichend Sauerstoff. Dieses erhält also das Signal „alles ist in Ordnung“.

Beobachten Sie Ihren Atem und nehmen Sie wahr, ob dieser tief oder flach ist.

Prana: Der Atem des Lebens

Das alte indische Yogasystem war sich der Macht des Atems bewusst und strebte danach,
dessen Wirksamkeit zu maximieren, indem die alten Meister spezielle Atemtechniken
entwickelten. Die alten Yogis erkannten Prana als die universelle Lebenskraft oder
Energie, die die Lebenden von den Toten unterscheidet. Prana nehmen wir auf über das
Essen, Phasen der Ruhe, den Atem und durch einen ruhigen und glücklichen Geist. Die
wichtigste Energiequelle ist dabei der Atem: Hören wir auf zu atmen, sterben wir.

Die Yogis entdeckten, dass Qualität und Quantität von Prana und die Art und Weise, wie

es durch die Nadis (feine Energiekanäle) fließt, unseren Geisteszustand bestimmen.

Mangels Aufmerksamkeit können die Energiekanäle einer Durchschnittsperson teilweise
blockiert sein. Dadurch ist der Pranafluss unterbrochen und unregelmäßig. Das wiederum
führt zu verstärkten Ängsten, Sorgen, Unsicherheit, Konflikten, Anspannung und anderen
negativen Tendenzen. Ist der Pranalevel hoch und sein Fluss stetig und ruhig, dann ist
auch der Geist ruhig, positiv gestimmt und enthusiastisch.

Beliebte Atemtechniken zum Ausprobieren

Die folgenden Atemtechniken können Sie jederzeit – auf leeren Magen – praktizieren:

  • Ist Ihr Geist im Aktivitätsmodus? Dreht sich Ihr Gedankenkarussell unaufhörlich?
    Suchen Sie sich ein ruhiges Eckchen und üben Sie die „Bienen-Atmung“ (Bhramari
    Pranayama), um das Summen im Geist abzuschalten. Diese Atemtechnik ist ein
    Geschenk für all jene, die unter übermäßiger Anspannung leiden.
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  • Zur Entgiftung des Körpers und Reinigung der Energiekanäle gibt es eine Atemtechnik, die zu den effektivsten in diesem Bereich zählt: die Kapalbhati-Atmung(Skull Shining Breath).
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  • Ist Ihr Energieniveau niedrig? Drei Runden Bhastrika („Blasebalg-Atmung“), und Sie
    heben förmlich ab!
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  • Sie können sich nicht auf Ihre Aufgaben konzentrieren? Versuchen Sie es einmal
    mit neun Runden Nadi-Shodhana-Pranayama, gefolgt von einer zehnminütigen
    Meditation. Nadi Shodana beruhigt und zentriert den Geist, indem sie die jeweils
    rechte und linke Hirnhälfte miteinander in Einklang bringt. Die beiden Hälften
    entsprechen der emotionalen und logisch handelnden Seite unserer Persönlichkeit.

Die regelmäßige Yogapraxis schult Körper und Geist und zeitigt in punkto Gesundheit

viele positive Effekte. Sie ist jedoch kein Ersatz für Medizin. Es ist wichtig, Yogastellungen unter der Anleitung eines ausgebildeten Sri-Sri-Yogalehrers zu lernen. Bei Beschwerden oder Krankheit praktizieren Sie Yoga gemäß dem Rat  

 

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