Aggressionen die Stirn bieten

Dies ist die Fortsetzung des Artikels „Tipps zum Wutabbau“.

Von Divya Sachdev

Negative Eindrücke verbannen

Raus damit!

Sudarshan Kriya ist eine effektive Atemtechnik, um Körper und Geist von angesammeltem Stress, der sich in negativen Eindrücken manifestiert, zu befreien. Sie reinigt den gesamten Organismus und versetzt ihn in einen Zustand der Harmonie.

Im Auge des Sturms

Das Mantra der Sahaj Samadhi-Meditation offenbart dem Meditierenden eine tiefgehende Auseinandersetzung mit seinem Ich. Dieses kraftvolle Mantra dient dazu, die Schichten unseres Bewusstseins nach und nach von Eindrücken zu befreien, die in ihnen gespeichert sind. Wird die Sahaj Samadhi-Meditation regelmäßig durchgeführt, so gewährt sie nicht nur einen verbesserten Einblick in die eigenen Empfindungen, sondern auch eine unerschütterliche Ruhe.

Weisheit im Alltag anwenden

Wutprobe

Menschen gehen mit Zorn und Groll unterschiedlich um. Manch einer macht Sport, wenn das Fass überzulaufen droht und für andere ist ihre Lieblingsmusik ein Ventil zum Dampfablassen. Um aber langfristig die Ruhe zu bewahren, ist es wichtig, sich im Moment des Ärgerns seiner Emotion bewusst zu werden. Wenn das geschehen ist, vollzieht sich automatisch eine Veränderung im Geist und der Wutpegel sinkt augenblicklich. Die Voraussetzung dafür ist regelmäßige Meditation. Mit ihr gewinnt man die Fähigkeit, Herr über sein Gemüt zu werden und seine Gefühle besser in den Griff zu bekommen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Verärgerung wird hauptsächlich dann zu Tage gefördert, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es gerne hätten. Nach dem Abklingen bleibt meist ein Gefühl von Reue zurück, was den Geist erneut in Aufruhr versetzt.

Der Schlüssel zur Besserung liegt in der Akzeptanz der Situation, in der man sich befindet. Da Wut zu den Primäremotionen des Menschen gehört, ist sie ein ganz natürliches Phänomen und nichts, wofür man sich schämen muss. Allein der Gedanke daran, die negative Empfindung als etwas Menschliches und Normales anzunehmen, beruhigt das Ich. Der so neu gewonnene, ruhige Geist ist in der Lage, logische Schlussfolgerungen zu ziehen um das wirklich Wichtige zu erledigen. Denn
gute Arbeit lässt sich nur mit einem klaren Kopf verrichten.

Ist der Geist erst einmal zufrieden gestellt und hat dadurch einen ruhigen, überlegt handelnden Zustand angenommen, wird er seltener verstimmt sein. Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass Fehler nicht durch Aggressionen ungeschehen gemacht werden können. Vielmehr sollte man versuchen, sie durch Achtsamkeit zu vermeiden.

Zähne zeigen

Eine kleine Portion Aggressivität, oder besser gesagt Kampfgeist, kann manchmal den benötigten

Ansporn geben, eine Sache gut zu machen. Dabei ist zu beachten, dass man diesen nicht mit

innerlich gehegtem Groll verwechselt. Es geht darum, energisch zu Werke zu gehen, aber

gleichzeitig im Inneren ruhig zu bleiben. Mit Meditation kann man lernen, den Kampfgeist von

auflodernder Wut zu unterscheiden und situationsgemäß anzuwenden.

Ein Lächeln kostet nichts

Lächeln gilt als Präventionsmaßnahme, um negative Gefühle von vorn herein in die Flucht zu schlagen. Jemand, der jeden Tag mit einem Lächeln begrüßt, wird es schwer haben, über etwas verärgert zu sein. Wer es schafft, sich stets lächelnd in der Welt zu bewegen und seine Aggressionen somit auf ein Minimum zu beschränken, kann stolz auf sich sein.

Cool bleiben

Aggressiv wird man nur bei einem Umstand, der im Hier und Jetzt geschieht. Dabei sollte die Wut,

wie andere Emotionen auch, nur für eine kurze Zeit bestehen – wie aufgeworfenes Wasser, wenn

ein Stein die Wasseroberfläche trifft. Spirituelle Übungen, wie Yoga-Asanas oder Meditation,

können die Frequenz von aufkeimender Verärgerung merklich reduzieren. Situationen, die einen

früher gestört haben, verlieren ihren Reiz und man kümmert sich nicht mehr darum.

Es ist wichtig, dass wir der Wut nicht erlauben, sich in unserem Geist festzusetzen und sich dort zu Hass zu entwickeln. Liebe und Freude können auf so einem Untergrund nicht mehr gedeihen. Glücklich und zufrieden zu sein sind Grundvoraussetzungen für ein erfülltes Leben und diese erreichen wir durch Meditation und der dadurch gewonnenen Fähigkeit, uns mit unserem Selbst zu verbinden.

Info-Kasten rechts:

Wenn Sie häufig zu Aggressionen neigen, dann:

  • beobachten Sie ihr Essverhalten. Eine gesunde, vegetarische Ernährung mit Getreide, grünem Gemüse, Obst und Salaten bringt Sie wieder ins Gleichgewicht.
  • vergewissern Sie sich, dass sie jeden Tag um die sechs bis acht Stunden Schlaf bekommen.
  • meditieren Sie so oft Sie können. Meditation eignet sich zu jeder Tageszeit. Wenn Sie sich

    dazu an einen ruhigen Ort begeben, werden Sie von Ablenkungen fern gehalten und machen

    somit eine tiefgehendere Erfahrung. Laden Sie ruhig ihre Freunde zu einer gemeinsamen

    Meditationssitzung ein. In der Gruppe verstärkt sich der Effekt.