Nahtoderfahrungen

31.07.2013

Bad Antogast, Germany

 

Wo sind Jeeva (unsterbliche Essenz des Lebendigen) und Atma vor der Geburt? Worin unterscheiden sie sich? Wie wird Jeeva geboren? Woher kommt Jeeva?
Sri Sri:
Jeeva und Atma sind dasselbe. Zur Zeit der Empfängnis gelangt Leben in den Körper, manchmal aber auch erst zur Geburtszeit. Die Seele betritt den Körper entweder in der Zeit der Empfängnis oder in der Zeit der Geburt. Manchmal bleibt eine Seele bis zur Geburt, und eine andere Seele löst sie während der Geburt ab. Gewöhnlich bleibt aber dieselbe Seele durchgehend.
Das ist eines der fünf Geheimnisse. Das Geheimnis des Todes, das Geheimnis der Geburt und das königliche Geheimnis sind nur einige davon. Ich habe in den Wissensbüchern darüber gesprochen. Du solltest sie lesen.
Ein weiteres Buch, das jedermann lesen sollte, ist Yoga Vasistha (ein Diskurs des Weisen Vasistha für Rama, als dieser sich in einem niedergeschlagenen Zustand befand).
Es mag sein, dass du es nicht verstehst, wenn du es nur einmal liest. Du solltest es immer wieder lesen. Nimm einfach das an, was du verstehen kannst und lass das aus, was du nicht verstehst. Eines Tages wirst du sagen: „Oh, das war damit gemeint!”
Ein Hirnchirurg aus den USA fiel während sieben Tagen ins Koma, und die Leute dachten, er sei tot und werde nicht mehr ins Leben zurückkehren. Aber plötzlich geschah etwas, und er kam zurück.
Er schrieb ein Buch mit dem Titel The Proof Of Heaven (Blick in die Ewigkeit). Er ist Christ und hatte keine Ahnung von östlicher Philosophie. Er hatte auch niemals etwas darüber gelesen.
Das, was er schrieb, als er zurück ins Leben kam, ist jedoch bemerkenswert. Er schrieb das auf, was in der Bhagavad Gita gelehrt wird.
Er erzählt von einer großen Präsenz, die er beim Verlassen des Körpers wahrgenommen habe, deren Name Om sei, die er Om genannt habe.
Er spricht auch vom goldenen Ei und dem Kern. Mit Kern ist das Selbst – Atma – gemeint.
Er sagt auch, die Wurzeln seien oben, während die Sprossen sich unten befänden. Das ist genau die Aussage der Bhagavad Gita. Es gibt dort einen Baum, dessen Wurzeln sich oben – im Himmel – befinden.
Er erzählt, er habe sich beim Verlassen des Körpers durch die Wurzeln zur anderen Seite begeben. Er habe durch einen schlammigen, düsteren Ort gehen müssen.
Genau darüber berichten die Puranas. Der Bericht des Arztes entspricht genau den Puranas, nur in moderner Sprache, in der Sprache der Wissenschaft.
In den Puranas ist ebenfalls die Rede von Kommunikation ohne Sprache und von einem Engel – einem Führer – , der erscheint, um dich von einem Ort zum anderen zu bringen.
Warum hast du einen Guru im Leben? Weil der Guru die erste Person sein wird, der du begegnest, wenn du gestorben bist. Der Guru wird dich wie ein Führer von diesem Ort aus weiterleiten. Aus diesem Grund ist ein Guru so wichtig.
Die von dem erwähnten Chirurg erlebten Dinge entsprechen genau den alten Vorstellungen. Das ist sehr interessant.
Viele Menschen, die durch Nahtodeserfahrungen gegangen sind, haben ähnliche Dinge erlebt. Sie haben etwa einen Tunnel gesehen mit einem sehr liebevollen Licht auf der anderen Seite und sind keineswegs zur Hölle oder dergleichen gegangen.
Solche Geschichten zu lesen hilft dir dabei, das Leben zu verstehen. Vergiss also die Angst vor der Hölle oder die Verlockungen des Himmels.
In Indien gibt es einen Mann, der regelmäßig in den Ashram kommt. Auch er erzählt von einer ähnlichen Erfahrung. Er war sieben Minuten tot gewesen, bevor er wiederbelebt wurde.
Er sprach über seine Reise und darüber, dass ein paar Menschen gekommen seien, um ihn an einen anderen Ort zu bringen. Dort habe er weißgekleidete Menschen mit Bärten getroffen, die wie Rishis (Weise) ausgesehen und die Menschen, die mit ihm gekommen seien, gefragt hätten: „Warum habt ihr ihn gebracht? Er ist die falsche Person, er muss noch auf dem Planeten bleiben.”
Sie hätten geantwortet: „Nein, das ist die richtige Person!”, und so sei sogar ein Streit entbrannt.
Dann sei er zurückgebracht worden.
Davor habe er sich selbst auf dem Operationstisch gesehen, sowie weinende Menschen um sich herum. Der Arzt habe versucht, ihn wiederzubeleben, aber er sei schon fort und nur noch durch einen dünnen Faden mit dem Körper verbunden gewesen. Schließlich sei er an diesem dünnen Faden festgebunden und in die Nähe der Nasenlöcher gebracht worden. Daraufhin habe er sanft eingeatmet und sei zurück ins Leben gekommen.
Viele Menschen, die ins Leben zurückgekommen sind, haben ähnliche Erfahrungen gemacht.
Das Leben ist viel mehr, als wir glauben.
Ich schrieb – als ich siebzehn war – ein Gedicht auf Kannada. Es sagte aus, dass ich überall war und dann plötzlich wie ein Blitz auf diese Erde zurückkam. Es ist genau dasselbe, was auch dieser Arzt beschrieben hat!

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