What Sri Sri said today

Gründe für Niedergeschlagenheit

1st of Apr 2014

Bangalore, Indien

Wissen reinigt unseren Geist und bringt Frieden. Sei glücklich und höre auf, Fehlern bei anderen zu suchen.

Ich habe einen Rat für diejenigen unter euch, die sich heute verlobt haben. Stelle die Liebe deines Geliebten niemals in Frage! Frage ihn nicht, wie sehr er dich liebt. Wenn du das Gefühl hast, die Liebe sei weniger geworden, dann frage ihn: “Warum liebst du mich so sehr?"
Erinnere dich daran, dass Forderungen die Liebe zerstören. Fordere also nichts. Du bist nur hier, um zu geben. Beide Partner in einer Beziehung müssen sich daran erinnern: Ich bin hier, um mich zu hundert Prozent dem anderen zu geben. Wenn du das tust, wirst du sehen, dass die Beziehung gesund sein und lange halten wird.

Was aber tun wir stattdessen? Wir stellen dauernd Forderungen und fragen: "Warum hast du das nicht für mich getan?" Sobald du zu fordern beginnst, wird weniger Liebe da sein. Also: Keine Forderungen stellen, sondern sich nur für die Beziehung einsetzen und etwas füreinander tun!
Entwickle folgendes Gefühl: "Ich will nichts, ich möchte nur beitragen! Mein Leben ist dazu da, um einen Beitrag zu leisten." Wenn du dich mit dieser Einstellung anfreundest, wirst du einen großen Unterschied in deinem Leben feststellen können.

Gurudev, kann der Geist seinen Evolutionsprozess zwischen den Leben ebenfalls fortsetzen? Oder braucht er für seine Evolution einen Körper und entsprechende Situationen?
Sri Sri Ravi Shankar:
Ja, er braucht einen Körper. Deshalb ist der menschliche Körper so kostbar. Manchmal verlierst du im täglichen Leben – wenn du gewisse Dinge tust – Energie. Wenn die Energie abnimmt, zieht das auch den Geist hinunter.
Du fragst dich manchmal, warum das geschieht. Du fühlst dich depressiv und energielos. Nichts interessiert dich mehr. Es ist so, dass dein Geist irgendwie unten ist.
Es gibt einige Gründe, die dazu führen:
Erster Grund: Die Zeitqualität. Es gibt Zeiten in jedermanns Leben, bei denen die Energie des Geistes ohne besonderen Grund abnimmt.
Zweiter Grund: Zu viele Gedanken und zu viele Wünsche. Wenn der Geist zu ehrgeizig ist und an zu vielen Wünschen festhängt, dann kann eine Depression entstehen.
Die Energie des Geistes nimmt ab, weil er all seine Energie durch das viele Denken, das Träumen und das viele Wünschen verliert. Viele Wünsche bewirken eine Abnahme der Energie des Geistes. Deshalb ist Vairagya (Leidenschaftslosigkeit) ein wirksames Gegenmittel bei Depressionen. Bist du leidenschaftslos, so kannst du nicht depressiv werden. Ist zu wenig Leidenschaftslosigkeit vorhanden, so führt dies zur Depression. Zu viel Ehrgeiz und zu viele Wünsche entziehen dem Geist also Energie, und du fühlst dich depressiv.
Dritter Grund: Die Energie im Körper ist tief. Wenn du nicht viel Energie hast oder krank bist, dann zieht das den Geist hinunter. Der Geist passt sich an die Vitalität, die Energie und die Flüssigkeiten des Körpers an. Das kann durch Krankheit oder falsche Ernährung geschehen. Manchmal nehmen wir Nahrung zu uns, die nicht mit unserem Körper kompatibel ist, oder wir essen zu viel. Auch dann fühlst du dich depressiv, und es entsteht ein Teufelskreis. Menschen essen mehr, weil sie depressiv sind, und sie werden depressiv, weil sie zu viel gegessen haben.
Wenn du bemerkst, dass deine Energie etwas tief ist, oder dass du depressiv bist, dann wäre es gut, dich für ein paar Tage nicht mit Nahrungsmitteln vollzustopfen. Iss leichte Mahlzeiten oder Früchte, und du wirst bemerken, dass deine Energie zunimmt.
Zu viel zu fasten ist jedoch auch nicht gut. Fasten ist nur in gewissen Grenzen erlaubt. Mentale Energie kann also durch leichte Nahrung angehoben werden. Du musst dir dessen bewusst sein. Wenn du dich alleine oder depressiv fühlst, hast du die Tendenz, dich mit mehr Essen vollzustopfen, und je mehr du isst, desto depressiver wirst du. Du isst weiter, weil du depressiv bist, und schon bist du in einem Teufelskreis gefangen.
Wenn du deine Essgewohnheiten beachtest, die richtige Menge an Nahrungsmitteln zu dir nimmst, die richtige Art Nahrung wählst und zur richtigen Zeit isst, dann kann die Energie zunehmen. Das ist eine weitere Möglichkeit, Depressionen anzugehen.
Vierter Grund: Totale Untätigkeit. Wenn du zu aktiv bist, wirst du depressiv. Wenn du völlig inaktiv bist und nichts tust, oder wenn du die Dinge nur für dich selbst tust, ohne eine Mission oder die Vision, etwas für andere zu tun (Keine Haltung des Dienens), dann wird dich das mit Sicherheit in eine Depression führen.
Aus diesem Grund wurden Menschen in früheren Zeiten in den Ashrams dazu angehalten, zu dienen. Sie gingen in die Slums, wuschen den Boden, tränkten die Pflanzen und hielten alles ordentlich und sauber.
Sorge dafür, dass du beschäftigt bist. Wenn du dich bei einem Projekt engagierst, ist auch das ein wirksamer Weg, um Depressionen zu verhindern.
Depressiv werden beide: Sowohl jemand, der zu viel arbeitet, als auch jemand, der keine körperliche Arbeit verrichtet und sich dauernd in einem mentalen Zirkus befindet. Der mittlere Weg ist es, der aus der Depression herausführt.
Gehe von Zeit zu Zeit in tiefe Meditation und beteilige dich dann an irgendeiner Aktivität, ohne dich dabei zu fragen, was für dich dabei herausschaut.
Was immer in der Welt getan werden muss, tue es! Dienst am Nächsten ist, das zu tun, was die Zeit und der Ort von dir verlangen. Das wird dir ebenfalls helfen, deine mentale Energie anzuheben.
Fünfter Grund: Mangelnde Spiritualität. Ihr singt und tanzt hier alle, hört den Gesängen zu, nehmt an Pujas teil. Das alles erhöht ebenfalls deine Energie.
Nun kannst du aber nicht nur das tun. Es würde nicht funktionieren. Zu viel zu essen oder zu viel zu meditieren, um dann an der Puja teilzunehmen, wird nichts helfen. Wenn du nur meditieren und sonst nichts tun willst, wirst du deine Zeit verschwenden, denn deine Meditation wird auf diese Weise nicht tiefer werden.
Ihr solltet deshalb alle den Vers Yuktahara-viharasya yukta-cestasya karmasu, Yukta-svapnavabodhasya yogo bhavati duhkha-ha aus der der Bhagavad Gita im Auge behalten.
Es ist wichtig, immer ein Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe zu finden.
Unerlässlich sind: Die richtige Menge an Nahrung, die richtige Menge an Aktivität, die richtige Menge an Dienst am Nächsten. Wenn du das befolgst, werden alle Sorgen davonlaufen, du wirst dich mit dem universellen Geist vereinen (Yoga geschieht) und du lächelst!

 

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