Yoga im Winter

Mit Yoga auch im Winter fit bleiben. Machen Sie regelmäßig Yoga und beherzigen Sie die folgenden Tipps, dann gehören Erkältung und Co. bald der Vergangenheit an.

Neeta Singhvi, eine Studentin, sagt:

Ich hatte den Winter so leid, weil ich ständig krank war. Es begann immer mit einer Erkältung, die sich verschlimmerte. Schließlich landete ich stets für mehrere Tage mit einer Virusinfektion im Bett. Ich hatte genug davon. Aber nachdem ich vor drei Jahren den Sri-Sri-Yogakurs gemacht habe und die Yogaübungen regelmäßig zuhause mache, werde ich nicht mehr so oft krank. Jedenfalls nicht jeden Winter. Ich bin so erleichtert!

Ist es nicht ein wunderbares Gefühl, sich im Winter in eine Decke zu kuscheln und in der warmen Stube dem Treiben der Schneeflocken zuzusehen? Oder morgens seinen Tee oder Kaffee zu schlürfen, während es draußen eisige Temperaturen hat? Der Winter bringt Stille und Gemütlichkeit zurück in unsere Wohnzimmer. Natürlich hat er auch seine Kehrseite, die da heißt: trockene Haut, aufgesprungene Lippen, Erkältung, Husten, Virusinfektionen und Gelenkschmerzen. Nicht zu vergessen, eine bisweilen gedrückte Stimmung, wenn es draußen so gar nicht mehr hell werden will.

Um sich vor all den Unannehmlichkeiten und Wehwehchen zu schützen, die der Winter so mit sich bringt, ist Yoga ein wunderbares Mittel. Die Übungen halten Sie im wahrsten Sinne des Wortes warm und stärken Ihre Abwehrkräfte. Im Folgenden stellen wir Ihnen ein paar Yogaübungen vor und geben Ihnen Tipps zu einem gesünderen Lebensstil. Auf dass Sie gesund und munter durch den Winter kommen und auch die kalte Jahreszeit so richtig genießen können!

1) Halten Sie sich warm. Regelmäßige Yogaübungen helfen Ihnen dabei, sich warm zu halten, und verhindern Schmerzen und Steifheit in den Gelenken. Beginnen Sie Ihren Tag mit ein paar Runden Surya Namaskar (Sonnengruß) und machen Sie einige Aufwärmübungen. Integrieren Sie auch Sukshma Vyayam (sanftes Yoga) in Ihre tägliche Praxis. Das lockert Ihre Gelenke.

2) Essen Sie, was Ihnen schmeckt, und halten Sie sich trotzdem fit. Der Winter bietet uns alle möglichen Ausreden dafür, sich der Schlemmerei hinzugeben. Lassen Sie die Jahreszeit jedoch nicht zur Entschuldigung werden, um sich Winterspeck zuzulegen. Essen Sie, was auch immer Sie mögen, und schwitzen Sie es wieder heraus, indem Sie Yoga machen. Yogaübungen, die Ihnen helfen abzunehmen und gleichzeitig die inneren Organe trainieren.

Einige sehr hilfreiche Yogaübungen (Asanas) sind: Trikonasana (das Dreieck), Tadasana (der Berg), Utthita Trikonasana (umgekehrtes Dreieck), Paschimottanasana (Vorwärtsbeuge im Sitzen), Viparita Karani (halbe Kerze), Sarvangasana (Schulterstand), Bhujangasana (die Kobra), Chakrasana (das Rad), Dhanurasana (der Bogen) und Shalabhasana (die Heuschrecke).

3. Mit Yoga gegen Erkältung und Co. Der Winter kommt und mit ihm die Erkältung, Husten, Fieber und so weiter. Regelmäßig Yoga zu machen, stärkt das Immunsystem, sodass Sie Krankheiten von sich fernhalten können.

Pranayamas (Atemübungen) sorgen für freie Bronchien und stärken ebenfalls das Immunsystem. Die besten Atemübungen für den Winter sind Surya Bhedana (Atmung durch das rechte Nasenloch) und Kapal Bhati Pranayama (Atemtechnik für eine glänzende Stirn), die zudem den Körper warm hält und damit eine sehr gute Übung für den Winter ist. Versuchen Sie es doch auch einmal mit Jalneti, einer alten yogischen Technik, die im Sri-Sri-Yogakurs 2 gelehrt wird. Diese reinigt den Nasengang und heilt die gemeine Erkältung ebenso wie die Nasennebenhöhlen.

4. Der Trübsal ein Ende. Das kalt-nasse Wetter im Winter beeinflusst unsere Stimmung ganz automatisch, und wir fühlen uns oftmals kraftlos und müde. Hier ist die Meditation eine gute Lösung. Sie verhilft Ihnen sofort zu einer besseren Stimmung. Setzen Sie sich nach Ihrer täglichen Yogapraxis und den Atemübungen für ein paar Minuten mit geschlossenen Augen hin und meditieren Sie. Das ist der ideale Start in den Tag, denn er gibt Ihnen bei regelmäßiger Praxis die Kraft, allem mit einem inneren Lächeln und Gelassenheit zu begegnen.

Tipps zur Ernährung und zum Lebensstil im Winter

• Nehmen Sie je einen Teelöffel voll Zitronen- und Ingwersaft, mischen Sie das Ganze mit einem Esslöffel Honig und verquirlen Sie den Mix mit einer Tasse lauwarmem Wasser.
• Kochen Sie 20 Tulsiblätter (heiliges Basilikum) zusammen mit fünf Gramm Ingwer und sieben Pfefferkörnern in zwei Gläsern Wasser auf. Kochen Sie es so lange, bis ca. ein Glas Flüssigkeit übrigbleibt. Süßen Sie das Ganze, falls nötig.
• Menschen, die laut der Lehre des Ayurveda zur Trägheit neigen (Kapha-Konstitution), sollten im Winter besonders auf sich achten, da vor allem dieser Menschentyp von Erkältung und Husten betroffen ist. Ingwertee ist für sie das beste Mittel. Auch sollten sie während dieser Jahreszeit weniger Getreide essen.
• Wegen der Kälte zieht sich der Körper im Winter automatisch eher zusammen. Die Muskeln können Sie durch häufige Körpermassagen mit einem Öl, das Ihrem Hauttyp entspricht, gut lockern.
• Versuchen Sie es doch einmal mit Aromatherapie und verwenden Sie dafür Eukalyptusöl. Das erleichtert das Atmen und hilft, Verschleimungen zu lösen.
• Der Lehre des Ayurveda zufolge sollten Sie im Winter auf Tagesschlaf verzichten. Vermeiden Sie es auch, lange auszuschlafen, da das die Trägheit fördert. Sechs bis acht Stunden Schlaf sind ausreichend. Gurgeln Sie vor dem Schlafengehen mit warmem Wasser, je einer Messerspitze Kurkuma und Salz.
• Sorgen Sie dafür, dass Sie täglich Sonnenlicht tanken. Sei es beim Spazierengehen oder auch irgendeiner anderen Tätigkeit im Freien.
• Essen, das Butter und Milch enthält, Saft aus Zuckerrohr sowie Ghee (geklärte Butter) sind während der kalten Jahreszeit sehr zu empfehlen. Warme Suppen, geschmortes Gemüse, Reis und Haferbrei sind ebenfalls gut für den Winterspeiseplan. All diese Lebensmittel halten den Körper warm.
• Bei kaltem Wetter ergänzen Nüsse, wie zum Beispiel Mandeln, Cashewkerne, Walnüsse und Pistazien (in Maßen) den Speiseplan ganz hervorragend. Was ebenfalls nicht fehlen sollte, sind Datteln, Feigen, Spinat und grünes Gemüse.

Der englische Originaltext basiert auf Informationen des Sri-Sri-Yogalehrers Dr. Sejal Shah sowie der Sri-Sri-Ayurvedaexpertin Dr. Nisha Manikanthan.

Die regelmäßige Yogapraxis schult Körper und Geist und zeitigt in punkto Gesundheit viele positive Effekte. Sie ist jedoch kein Ersatz für Medizin. Es ist wichtig, Yogastellungen unter der Anleitung eines ausgebildeten Sri-Sri-Yogalehrers zu lernen. Bei Beschwerden oder Krankheit praktizieren Sie Yoga gemäß dem Rat Ihres Arztes und eines Sri-Sri-Yogalehrers. Sri-Sri-Yogakurse sowie Sahaj-Samadhi-Meditationskurse können Sie in jedem Art-of-Living-Zentrum in Ihrer Nähe besuchen. Benötigen Sie Kursinformationen oder wollen Sie Feedback geben? Schreiben Sie uns gerne an: kontakt@artofliving.org.

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