Das Leben feiern

31.12.2013

Bad Antogast, Deutschland

Oft ist es so, dass Menschen, die feiern, die Stille nicht wertschätzen können, während diejenigen, die die Stille genießen, nicht feiern. Sie wirken nicht besonders freudig oder feierlich. Menschen in der Stille sind oft eher missmutig und melancholisch. Das Besondere bei uns ist, dass wir in der Stille sind und gleichzeitig feiern. Das ist wunderbar und eine sehr schöne Art und Weise, das neue Jahr zu begrüßen!

Wir wollen nun auf das Jahr 2013 zurückblicken und uns bei ihm bedanken.

2013 hat uns durch all die Ereignisse zusammengebracht. Es hat uns vor viele Herausforderungen gestellt, die uns in irgendeiner Weise stark gemacht haben, und uns mit seinen Geschenken auf vielfältige Art glücklich gemacht.

Kein Jahr vergeht ohne Weisheit. So hat uns auch dieses Jahr, das gerade vorbeigeht, Weisheit gebracht, es hat uns weiser gemacht. Nun müssen wir weitergehen.

Die Zeit ist wie ein fließender Fluss. Du kannst zwar einen Damm bauen, niemals aber den Fluss völlig anhalten. Wenn die Strömung des Flusses stark ist, kann er auch über den Damm hinausfließen. Du kannst ihn nicht daran hindern. Du kannst zwar eine gewisse Menge an Wasser stauen, mit der Zeit aber wird das unmöglich werden.

Die Zeit ist also wie ein fließender Fluss. Sie ist wie der Wind, den auch niemand stoppen kann. Die Zeit ist wie die Sonne, um die die Erde sich dreht. Die Zeit ist wie unser Geist, alt und gleichzeitig sehr frisch und sehr neu.

Anlässlich der Neujahresfeierlichkeiten ehren wir die Zeit. Die Zeit zu ehren bedeutet, auch den Geist zu ehren, und den Geist zu ehren bedeutet, uns selbst zu ehren. Wir ehren uns selbst, indem wir uns bewusst sind, dass wir weder Täter noch Opfer sind.

Wer hindert dich daran, dich selbst zu ehren? Es geschieht, wenn du dich als Täter wahrnimmst, der etwas Falsches getan hat. Du trägst dieses Schuldbewusstsein in dir und glaubst, ein Sünder zu sein. Wenn du ein Sünder bist, kannst du dich niemals selbst ehren. Du kannst niemals in Frieden mit dir selbst sein. Es wird dich tief in deinem Inneren auffressen. Nur wenn du dieses Schuldbewusstsein hinter dir lässt, können Frieden und spirituelles Licht in dir sein.

Du solltest dir bewusst sein, dass es Licht in deinem Inneren gibt. Du bist ein Teil des Lichts und der universellen Liebe.

Ja, du bist ein Funke der universellen Liebe! Jedes Individuum möchte diese universelle Liebe erfahren, ein Teil, ein Funke von ihr sein, und das kann nur dann geschehen, wenn du dich vom Schuldbewusstsein befreit hast.

Opfermentalität stellt ein weiteres Problem dar. Wenn du das Gefühl hast, ein Opfer zu sein, kannst du Wahrheit und Göttlichkeit niemals ausdrücken.

Der Sinn unserer Anwesenheit hier ist, alle Facetten des Lebens - Liebe, Freude und Weisheit - auszudrücken. Feier ist, das Leben in seiner ganzen Fülle auszudrücken. Du bist also hier, um all die verschiedenen Facetten des Lebens auszudrücken. Wenn du jedoch der Ansicht bist, ein Opfer von Situationen, von Menschen oder der Zeit zu sein, wirst du niemals in der Lage sein, das zu tun.

Wie kann man Opfermentalität überwinden? Sei dir bewusst, dass alle unangenehmen Erfahrungen zu deiner Tiefe beigetragen haben und danke ihnen dafür. Die angenehmen Erfahrungen aber haben dir die Gelegenheit gegeben, den Menschen mehr zu dienen. Deshalb haben auch sie deinen Dank verdient.

Das Leben ist immer ein Gemisch. Wir müssen uns bei den unangenehmen Tagen bedanken, denn durch sie wurden wir zentriert. Nichts lässt dich so zentriert werden wie unangenehme Situationen. Unangenehme Dinge reißen dich aus den Äußerlichkeiten heraus und bringen dich zu dir selbst zurück. Das gibt dir Tiefe und lässt deine Persönlichkeit wachsen.

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